Damit deine Wunschkund*innen nicht mehr an dir vorbeikommen: In 8 einfachen Schritten zu deiner Content-Marketing-Strategie

Im Marketing gibt es eine Powerformel, um die Herzen deines Wunschpublikums zu erobern. Sie lautet: know, like, trust. Das bedeutet, Menschen kaufen von Menschen und Marken, die sie schon kennen, mögen und vertrauen.

Alles schön und gut, denkst du. Aber wie erreiche ich das? Durch Beziehungsarbeit! Und die klappt am besten, wenn du Content Marketing in deinem Business einsetzt (das kommt jetzt wahrscheinlich wenig überraschend 😅).

Im Artikel zeige ich dir, wie du eine Content-Marketing-Strategie entwickelst, die Spaß macht, zu dir passt und dank der deine Wunschkund*innen nicht mehr an dir vorbeikommen. 😉

Was ist Content Marketing eigentlich und wozu brauche ich eine Strategie?

Was haben die Deutsche Bahn, Alnatura und REWE gemeinsam? Sie alle haben Kundenmagazine mit einem durchdachten Themenmix, der sich mal mehr und mal weniger um ihr Angebot dreht. Wenn die DB Mobil über Amsterdams coolste Ecken berichtet oder Alnatura dir ein Rezept für einen hippen Quinoa-Minz-Salat vorstellt, dann ist das Content Marketing in Reinform.

Die Unternehmen geben kostenlos nützliche Inhalte heraus, die direkt oder indirekt dazu anregen, deren Produkte zu nutzen. Wer Lust bekommt, Amsterdam zu besuchen, bucht im besten Fall ein Bahnticket dorthin. Möchte ich ein Rezept nachkochen, benötige ich die Zutaten – vielleicht sogar ein paar teure Gewürze, die ich bisher noch nie verwendet habe. Und schwupps, steigt der Umsatz.

Content Marketing bedeutet also, dass du hilfreiche und unterhaltsame Inhalte für dein Wunschpublikum veröffentlichst. Das Ziel: Das Vertrauen in dich stärken, deinen Expertenstatus aufbauen, mehr tolle Kund*innen für dich gewinnen und bestehende Kundschaft halten.

Damit du dein Wunschpublikum mit deinem Content wirklich erreichst und langfristig dranbleibst, benötigst du eine Strategie, die zu dir passt.

Mit den folgenden 8 Schritten machst du bald Content Marketing nach Plan und mit einer Menge Freude. 😉

1. Wofür stehst du?

Bevor du wild Marketing auf allen Kanälen machst, lass uns mal die Identität deiner Marke reflektieren. Denn alles, was dich ausmacht, darf und sollte durch deine Marketing-Strategie lebendig werden.

Deine Mission

Was möchtest du für wen erreichen? Falls du deinen Auftrag bisher noch nicht ausformuliert hast, kannst du diesen Satz als Hilfestellung nehmen:

Als [deine Berufsbezeichnung] helfe ich [Zielgruppe] dabei [das Ergebnis, das du ermöglichst], indem ich [dein konkretes Angebot].

Beispiel 1: Als Ads-Expertin helfe ich Unternehmer*innen online sichtbarer zu werden, indem
ich ihnen in Online-Kursen zeige, wie sie ihre Reichweite mit Facebook-Ads steigern.

Beispiel 2: Als Persönlichkeitscoach helfe ich Frauen und Mütter dabei, sich wieder besser um sich selbst zu kümmern, indem ich ihnen Selfcare-Impulse für den Alltag mitgebe.

Dein Warum

Denk mal an deine Anfänge zurück. Was hat dich damals angetrieben, mit deinem Business-Schatz zu starten? Was gibt dir heute die Energie, jeden Tag weiterzumachen?

Dein Warum gibt deiner Mission das nötige Feuer. Deswegen bleibst du motiviert, wenn mal alles schiefläuft. Deswegen hast du Freude am Job, egal, was andere sagen. Denn du weißt ja wofür und daran lässt sich nix rütteln.

Also: Was ist dein Warum? Das kann alles Mögliche sein: noch mehr Menschen glücklich machen, mehr Achtsamkeit in die Welt bringen, von überall selbstbestimmt arbeiten können, deinem Kind ein starkes Vorbild sein etc.

Deine Werte

Spiegeln sich deine Werte schon ausreichend in deinem Marketing und deiner Arbeitsweise wider? Ja? Echt cool, dann ist es ein Leichtes, sie nun auch noch in deine Content-Marketing-Strategie zu integrieren.

Falls du dir noch gar nicht sicher bist, was dein Wertekompass ist, schau doch mal diese persönlichen Werte an, die du genauso für dein Business anwenden kannst. Meine Empfehlung: Geh die Liste durch und notiere spontan die Werte, die dich ansprechen.

Denk nicht lang darüber nach, sondern lass deine Intuition walten. Erst im zweiten Schritt kannst du tiefer gehen, reflektieren und deine Liste auf 3-4 Kernwerte herunterbrechen. Et voilá, schon weißt du, in welche Richtung es geht.


Vielleicht fragst du dich, warum es an dieser Stelle so wichtig ist, deine Werte zu kennen:

  • Sie zeigen deine Persönlichkeit und deinem Publikum, ob ihr zueinander passt.
  • Sie sind Richtschnur für deine Arbeitsweise, dein Marketing und die Kommunikation mit deinem Publikum – einfach für alles, was du in deinem Business bewegst.
  • Sie werden idealerweise durch die Blume kommuniziert, also auch und besonders durch deinen Content und die Art, wie du ihn verbreitest.

2. Wie tickt dein Zielpublikum?

Mit deiner Marketing-Strategie willst du Köpfe und Herzen deiner Zielgruppe erreichen. Wie du das schaffst? Indem du tief in die Psyche deiner Buyers Persona eintauchst.

Die klassischen demografischen Daten wie Alter, Beruf, Familienstand etc. verlieren in meinen Augen immer mehr an Bedeutung (wobei das auch von deinem Produkt abhängt). Viel wichtiger ist es, die drängenden Probleme sowie Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe zu kennen.

  • Welches Problem belastet sie?
  • Was wünschen sie sich am meisten?
  • Was haben sie bereits versucht, um ihr Problem zu lösen?
  • Warum hat das nicht geklappt?
  • Was genau könnte sie an deinem Angebot begeistern?
  • Welche Zweifel haben sie in Bezug auf dein Angebot? Haben sie eventuell schon schlechte Erfahrungen gemacht?
  • Auf welchen Kanälen findest du deine Wunschkund*innen? Was lesen sie? Wo suchen sie nach einer Lösung für ihr Problem?

3. Was willst du mit deiner Content-Marketing-Strategie erreichen?

Mehr Kund*innen und mehr Umsatz will wohl jede*r. Aber zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, dorthin zu kommen. Wie und wo du sichtbar wirst und Interessierte von deinem Angebot überzeugst, das entscheidest du. Wenn du dein Teilziel genau formulierst, kannst du all deine Energie auf Maßnahmen setzten, die dich dorthin führen.


Mögliche Ziele könnten sein:

  • Du willst deine E-Mail-Liste aufbauen, weil du den Launch für einen Online-Kurs planst und dann über die Liste verkaufst.
  • Du möchtest mehr Follower auf Instagram bekommen oder auf LinkedIn bekannt werden wie ein bunter Hund, damit du bald Anfragen per Direktnachricht erhältst.
  • Du willst mehr Traffic auf deinem Blog und deiner Website, damit du dort mehr Menschen direkt für dein Angebot begeistern kannst. (ja, das geht, das weiß ich aus eigener Erfahrung 😃)

Welches konkrete Ziel verfolgst du mit deinem Content-Marketing? Am besten nimmst du dir bestimmte Zahlen vor, zum Beispiel 2 Anfragen pro Woche auf LinkedIn, 500 E-Mail-Abonnent*innen, 1000 Aufrufe deiner Website pro Woche. Dadurch kannst du leicht messen, ob deine Marketing-Strategie wirklich funktioniert oder ob Umdenken angesagt ist.

Motivationstipp: Lass dich hier nicht von deinem Umfeld stressen und dir einreden, dass du in 3 Monaten 5-stellig sein müsstest. Nur du musst dich mit deinen Zielen wohlfühlen. Sei stolz, wenn du sie erreichst, und feiere dich ordentlich. 🎉 Selbst, wenn dein Marketingplan nicht aufgeht – die Welt dreht sich weiter und du findest eine sinnvollere Strategie, vielleicht eine, die noch viiiiiiel besser zu dir passt und mehr Spaß und letztlich Umsatz bringt.

4. Content entwickeln – So findest du Themen

Was Themen angeht, bin ich klare Befürworterin davon, den Content entlang der eigenen Interessen und Prioritäten zu planen. Jaja, ich weiß, wir sollen uns immer schön am Zielpublikum orientieren. Aber wie hat Henry Ford so schön gesagt: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“ Abgesehen davon, dass du als Expert*in richtungsweisend sein darfst, habe ich noch ein anderes Argument auf Lager:

Die Energie und Leidenschaft, die du für ein Thema aufbringst, wird sich auch in den Inhalten, also in deinem Blogpost, Podcast oder LinkedIn-Beitrag widerspiegeln. Dein Publikum spürt, ob du mit Herz bei der Sache bist oder nur stumpf ein Thema präsentierst, weil du denkst, du müsstest das tun.

Das bedeutet nicht, dass du die Bedürfnisse deiner Zielgruppe übergehen sollst. Der perfekte Mix für deinen Content-Plan besteht aus persönlichen Themen (z.B. Erfahrungsberichte) und deinem Expertenwissen, das du als hilfreichen Content für deine Community verpackst. Das ist jedenfalls meine Meinung. 🙃

Als Content Creator hast du also selbst den Themenhut auf. Du musst nicht nur das liefern, was deine Wunschkund*innen erwarten. Du bist Expert*in. Überrasche dein Publikum. Stecke es mit deiner Begeisterung an. Frag dich bei allem, was du tust: Wie kann ich dienen? Welchen Service kann ich meinen Wunschkund*innen bieten?

Fragen, um deinen Content zu entwickeln

  • Für was brennst du gerade? Worüber kannst du stundenlang Monologe führen?
  • Welche Themen sind momentan besonders präsent in deinem Business?
  • Was sind die häufigsten Fragen, die Kund*innen zu deinem Angebot haben?
  • Was sind ihre Mini-Probleme, die du schon mit einem Blogpost lösen könntest?
  • Welche Bedenken haben sie zu deinem Angebot? Wie kannst du diese Zweifel entkräften?
  • Was müssen Interessierte verstehen oder erkennen, bevor sie dich buchen oder dein Produkt kaufen?
  • Welche Themenbereiche gehören vielleicht gar nicht so sehr in deine Branche, interessieren aber auch deine Wunschkund*innen? (so kannst du sie anlocken 😉)
.

5. Entscheide dich für Kanäle und Formate

Du weißt jetzt, welche Themen du für dein Publikum aufbereiten willst. Nur wo und wie möchtest du deine Inhalte verbreiten? Die Auswahl kann ganz einfach sein: Entscheide dich für die Kanäle, auf die du richtig Bock hast! Denn du kannst überall durchstarten.

Das Geheimrezept ist übrigens kein Algorithmus. Ich beobachte eher, dass die Unternehmer*innen erfolgreich sichtbar sind, die mit viel Hingabe und Herz bei der Sache sind und am Ball bleiben.

Wähle also die Kanäle aus, mit denen du dich wohlfühlst und wo deine Zielgruppe mitliest oder mitschaut.

Übersicht über Kanäle, die du nutzen kannst:

  • Instagram
  • LinkedIn
  • Xing
  • Facebook
  • Blog
  • Newsletter
  • Messenger (z.B. Telegram)
  • YouTube
  • Clubhouse
  • TikTok
  • Twitter
  • Pinterest
  • Podcast
  • etc.

Dann ist da noch die Frage nach dem Format. Sprichst du lieber frei vor der Kamera, hast Lust auf einen Podcast oder schreibst total gerne? Gerade Videos und Texte eignen sich für zahlreiche soziale Netzwerke.

Ob du täglich auf LinkedIn postest, einen Newsletter und Blog startest, dich lieber auf einen Podcast konzentrierst, oder oder oder.

Dein Marketing-Mix muss nur zwei Dinge können: Dir Spaß machen und deine Wunschkund*innen anziehen und begeistern.

Bleib dir treu und zieh Menschen an, die zu dir passen

Ich kann’s einfach nicht genug betonen: Du darfst in deinem Marketing tun, was du willst! Und das solltest du auch. Denn selbst die durchdachteste Content-Marketing-Strategie wird scheitern, wenn dir die Lust daran vergeht und du nicht langfristig dranbleibst.

Dein Content ist die Verlängerung deiner Energie und hilft dir, die Leute anzulocken, die wirklich zu dir passen und dich am Ende auch buchen. Wenn du happy und in deiner Balance bist, strahlt das auch deine Kommunikation nach außen aus. Quälst du dich aber nur mit deiner Marketing-Strategie herum, dann werden das auch die Leute spüren, die du damit erreichen willst.

6. Die Umsetzung: Coolen Content erstellen

Du hast dir jetzt also deine Kanäle, Inhalte und Formate überlegt. Wie diese in deinem Marketing zusammenspielen, sich gegenseitig die Bälle zuspielen und ergänzen können, siehst du an meiner Case Study weiter unten.

Jetzt möchte ich aber noch ein paar Worte zum Thema Contenterstellung verlieren. Der wichtigste Job deines Contents ist, deine Zielgruppe dort abzuholen, wo sie steht.

Bisher hast du reflektiert, was deine Wunschkund*innen brauchen und welche Probleme sie umtreiben. Aber welche Worte nutzen sie, um ihr Problem zu beschreiben? Wie groß ist ihr inhaltliches Verständnis für dein Angebot? Mit welchen Begriffen können sie was anfangen und wo verstehen sie nur Bahnhof?

Verzichte auf Fachtermini und komplizierte Erklärungen. Denn der Worst Case ist: dein Publikum fühlt sich abgeschreckt und demotiviert, weil alles neu und kompliziert und dadurch leider auch unerreichbar wirkt. Und das wollen wir nun wirklich nicht. 😃

Brauchst du einen Content-Plan?

Leider muss ich gestehen, ein fester Redaktionsplan funktioniert für mich null. Ich habe es schon mehrmals vergeblich versucht. Statt einem festen Content-Plan, wann ich wo, was veröffentliche, habe ich lose Themensammlungen, auf die ich zurückgreifen kann.

Ob du einen Content-Plan nutzt oder nicht, ist Typsache und kann für dich wunderbar funktionieren. Sinnvoll wird er spätestens, sobald du wächst und deine Contenterstellung an eine Texterin, einen Content Creator oder Social Media Manager delegierst. Ein gut gepflegter Redaktionsplan hilft dir auch, „Urlaubslücken“ vorzubeugen und besser auf anstehende Events (bestimmte Feiertage, Veranstaltungen etc.) einzugehen.

Wie viel Content kannst du gratis rausgeben?

Bestimmt fragst du dich, wie viel Wissen du rausgeben solltest und wann es ungesund für dein Business wird.

Dabei ist es eigentlich so: Als Coach, Therapeutin, Heiler oder Kreativdienstleisterin wird es dir kaum schaden, deine Expertise nach draußen zu tragen. Schließlich können kein Blogpost und keine Podcast-Episode der Welt die direkte Zusammenarbeit mit dir ersetzen. Im Gegenteil, sie spielen dir in die Karten, weil sie Lust machen, deine Dienste zu buchen.

Ich finde, es zeugt auch von Selbstbewusstsein, wenn du dich traust, deine wertvollen Erfahrungen offenzulegen. Das signalisiert, dass du es nicht nötig hast, Infos künstlich zurückzuhalten. Denn du hast genug zu bieten und das weißt du auch!

Trotzdem gibt es Grenzen. Frag dich, welche Inhalte du exklusiv zahlenden Kund*innen vorbehalten willst. Was möchtest du als Bonus mitgeben? Welche coolen Hacks willst du lieber verkaufen? Hast du vielleicht selbst eine Methode entwickelt, in die du viel Zeit und Liebe gesteckt hast? Natürlich kommt das alles nicht in die Verschenkbox.

7. Funktioniert deine Content-Strategie?

Seit ich mit dem Texten begonnen habe – das war im Herbst 2016 – führe ich eine On-Off-Beziehung mit Instagram. Es gibt Hochs, in denen ich richtig motiviert bin und viel Zeit und Liebe in meine Posts investiere und dann gibt es immer wieder klaffende Posting-Lücken, in denen mich die Lust verlässt.

Nüchtern betrachtet hätte ich schon längst Schluss machen müssen. Denn die Zahlen sprechen für sich. Bisher habe ich keinen einzigen Kunden über Instagram gefunden. Die wenigen (nicht passenden) Anfragen, die bisher darüber kamen, habe ich in der Regel an andere Texter*innen in meinem Netzwerk weitergeleitet.

Ich kann nur sagen, mach es nicht so wie ich. 😅 Verpulvere nicht deine wertvolle Energie in unnütze Maßnahmen. Sei kritisch mit dem Output. Wie kannst du nun aber beurteilen, ob deine Content-Strategie taugt?

Werte deine Zahlen aus

Eigentlich sollte es dir nicht entgehen, ob etwas gut läuft. Wenn die Reichweite deiner LinkedIn-Posts durch die Decke geht und du viele begeisterte Kommentare auf deine Instaposts erhältst, ist das erst mal ein Grund zum Feiern. 🥂

Aber Hand aufs Herz: Bewegt sich dein Kontostand nach oben? Bekommst du die gewünschten Auftragsanfragen per Direktnachricht? Wächst deine E-Mail-Liste so, wie du es dir wünschst? Steigt der Traffic deiner Website und somit auch deine Sichtbarkeit?

Überprüfe kritisch, ob du deine Wunschzahlen erreicht hast.

Hab Geduld und berücksichtige die Kundenreise

Ehrlicherweise können wir uns aber nicht nur an Zahlen festhalten. Bestimmte Effekte sind im Marketing kaum messbar. Vielleicht bekommst du nicht sofort Kundenanfragen, stärkst aber deine (Personal) Brand.

Eine Faustregel im Marketing lautet, dass Interessierte im Durchschnitt 7 Kontaktpunkte brauchen, um zu Kund*innen zu werden. Bestimmte Marketingmaßnahmen bringen dich also erst auf Umwegen ans Ziel. Sie bauen das Vertrauen zu dir und deiner Marke auf. Sie beweisen deine Expertise. Und sorgen dafür, dass Interessierte immer wieder daran erinnert werden, dass es da ein passendes Angebot für sie gäbe – und zwar deins! 😉

Hol dir das Feedback deiner Kund*innen

„Wie bist du auf mich aufmerksam geworden? Was hat dich von meinem Angebot überzeugt? Wie lange folgst du mir schon auf Plattform XY?“ Solche und ähnliche Fragen könntest du direkt an deine Kundschaft richten. Mach sie außerdem zu Marketingkompliz*innen! Frag inhaltliche Wünsche ab, um deinen Content noch besser zu machen. Ein positiver Nebeneffekt: Du stärkst die Beziehung zu deinen Kund*innen und gibst ihnen das Gefühl, mitzubestimmen.

8. Pass deine Marketingstrategie an (falls nötig)

Wenn deine Content-Strategie dir tatsächlich nicht die ersehnten Ergebnisse bringt, wird es Zeit, deine Strategie zu überdenken.

Wie kannst du deine Texte verbessern? In welchem Schritt deiner Strategie verlierst du Interessierte und woran könnte das liegen? Wer kann dir nützliches Feedback dazu geben (deine Community in Social Media, Freunde, Bekannte, Businesskompliz*innen?) Benötigst du eventuell professionelle Unterstützung?

Auch wenn’s gut läuft, kannst du deine Prozesse weiter optimieren. Dazu gehören unter anderem das Automatisieren von Postings und ein besserer Workflow (z.B. durch Content Batching).

Beispiel für eine Content-Marketing-Strategie

Wie wird nun aus all den Erkenntnissen eine schlaue Content-Strategie? Wahrscheinlich wenig überraschend: Es gibt keine Pauschallösung! Deswegen zeige ich dir an meinem Beispiel, wie so ein Fahrplan für dein Marketing aussehen kann.

Byebye, soziale Netzwerke!

Im Februar 2022 habe ich all meine Social-Media-Apps vom Smartphone geschmissen. Denn ich hatte seit einem gefühlten halben Jahrhundert nichts mehr gepostet. Trotzdem landete ich reflexartig immer wieder in den Apps und ließ mich vom Newsfeed berieseln. Wozu eigentlich? Damit ich das konsumiere, was andere mir vorsetzen? Ich wollte wieder achtsamer mit meiner Zeit und meiner Energie umgehen. Mittlerweile bin ich wohl das, was man eine „stille Mitleserin“ nennt. Ab und zu schaue ich auf dem Desktop nach, was bei Insta und LinkedIn so los ist und ob ich Direktnachrichten bekommen habe. Ansonsten nutze ich meine Zeit sinnvoller.

Kann ich auch ohne Social Media online sichtbar werden?

Eine Frage treibt mich seitdem allerdings um: Geht wirksames Marketing auch ohne Social Media? Werde ich von genug Menschen wahrgenommen, wenn ich einfach so abtauche? Mir ist klar, dass es keinen Königsweg gibt, um online sichtbar zu werden. Theoretisch. Denn all die schillernden Überflieger*innen auf LinkedIn und Insta lassen schnell vergessen, dass wir Erfolgsstorys auch ohne den täglichen Social-Media-Zirkus schreiben können.

Trotzdem plagten mich lange Gewissensbisse. Die wurden erst weniger, als ich kürzlich zufällig auf eine Podcast-Episode mit Carina Herrmann von Um 180 Grad gestoßen bin. Darin spricht sie darüber, wie sie es geschafft hat, sich komplett aus Social Media zurückzuziehen. Trotz der Angst vorm Umsatzknick und dem Verlust ihrer Sichtbarkeit. Dann berichtet sie davon, dass die große Flaute in ihrem Business ausblieb. Das hat mich bestärkt, ohne Social Media weiterzumachen und anders weiterzuwachsen – nämlich auf meine Weise!

Was ich will: Content mit Langzeitwirkung

Bei allem, was ich tue, gebe ich 150 Prozent. Ich weiß genau, was ich will und was eben nicht. Mittelmäßigkeit. Meine Kund*innen schätzen meine Gründlichkeit und sind froh über meinen Rundumblick. Ich kann gar nicht anders, als strategisch mitzudenken, hab zu allem eine Meinung und wenn nötig konkrete Verbesserungsvorschläge. Nenn mich penibel, aber: That’s how I roll!

Diese Arbeitsweise setzt natürlich voraus, dass ich tief in Themen und Probleme eintauche. Eine Tiefgründigkeit, mit der ich mich in den sozialen Medien oft Fehl am Platz fühle. Einen Instagram-Post in 10 Minuten runterschreiben? Davon träume ich. Die Wahrheit ist, ich brauche eher 45 Minuten, bis ich happy mit dem Ergebnis bin und die Message glasklar rüberkommt. Zeit, die woanders besser angelegt ist.


Ich habe gemerkt, dass mich das Tempo und die Schnelllebigkeit auf LinkedIn und Instagram stressen. Ich will nicht ständig präsent sein müssen und immer und immer wieder Content produzieren, um von den Richtigen „entdeckt“ zu werden. Ich will Content erstellen, der bleibt. Der langfristig sichtbar ist und Menschen für mich und meine Arbeit begeistert.

Wie die Menschen ticken, die ich erreichen will

Meine Kund*innen finden meistens über die Google-Suche zu mir. Oftmals möchten sie direkt mit ihrem Projekt loslegen. Einen Rat, wie sie es selbst machen können, suchen sie eher selten. So weit, so gut.

Aus SEO-Sicht aber auch ein bisschen tricky. Denn wie erreiche ich Menschen, die nur nach einer Handvoll Keywords suchen und gar nicht so interessiert an DIY-Anleitungen sind?

Meine Lösung für dieses Dilemma: Ein schlauer Themenmix, der nicht nur aus Expertenartikeln zum Thema Website-Texten besteht. Stattdessen greife ich auch Themen auf, von denen ich weiß, dass sich mein Publikum dafür begeistert. Dadurch lande ich indirekt auf ihrem Radar.

Hier also mein mein Themenmix

  • konkrete Tipps und Anleitungen zu Website-Texten (z.B. meine Anleitung für deine perfekte Über-mich-Seite)
  • Buchbesprechungen, die grundsätzlich für meine Zielgruppe interessant sind (z.B. Bücher rund um Marketing und Texten oder Sachbücher aus dem Bereich Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung)
  • eigene Erfahrungsberichte (Menschen lieben es persönlich!)
  • hilfreiche Listen – denn ich selbst liebe es, mich durch Listen zu stöbern (z.B. 24 Tools für dein Business)
  • weiterführende Infos zu meinem Angebot (alles, was auf den Unterseiten der Website einfach zu viel des Guten gewesen wäre)

Mindmap meiner Content-Strategie

Voll im Blogflow – Meine Content-Marketing-Strategie kurz erklärt

Das Herz meiner Strategie ist meine Website und der dazugehörige Blog. Letzteren fülle ich mit den oben erwähnten Themen.

Wunschpublikum kommt über SEO auf die Seite

Damit mehr Menschen mich und meine Textdienstleistung kennenlernen können, sind (fast alle) meine Unterseiten und Blogartikel suchmaschinenoptimiert. Das heißt, ich nutze bestimmte Keywords, nach denen mein Traumpublikum bei Google und Co. sucht und locke sie so auf meine Website.

Ich unterscheide 2 grobe Themenkategorien: Evergreen-Content – also Inhalte, die lange spannend und relevant bleiben – und aktuelle Themen, die „schnell verblühen“. Evergreen-Themen kommen in den Blog, weil sie langfristig für Traffic, also einen verlässlichen Besucherstrom, auf meiner Website sorgen. News, Saisonales, Event-Tipps etc. gehören in den Newsletter und wenn ich Lust und Laune habe in Social Media.

Der direkte Draht zur Community – Mein Newsletter NotiZen

Auf den Unterseiten meiner Website lade ich mein Publikum ein, sich für meine NotiZen einzutragen. Als kleinen Köder bekommen sie ein Dankeschön für ihre Anmeldung. Momentan ist das mein Nischen-Workout, mit der sie ihre Positionierung finden könnnen.

Dadurch baue ich mir langsam aber sicher eine treue Community auf, die ich direkt via Mail erreichen kann. Über Algorithmen schimpfen, die meinen Beitrag nicht genug Leuten zeigen? Diese Ausrede gilt nicht (mehr). Mit einer E-Mail-Liste bekomme ich die volle Kontrolle über meine Sichtbarkeit.

Sobald ein frischer Blogpost erscheint oder ich ein neues Angebot launche, erfahren meine E-Mail-Abonennt*innen als Erstes davon. Außerdem kann ich sie mit kleinen Extra-Tipps und Goodies versorgen und so unsere Beziehung stärken.

Vorteile meiner Content-Marketing-Strategie:

  • der Traffic auf meiner Website steigt wieder: nachdem ich lange nichts an meiner Website verändert hatte, sank das Ranking für bestimmte Keywords extrem ab (Google mag veraltete Websites nicht). Nachdem ich meinen Blog wiederbelebt hatte, haben sich die Rankings „erholt“ und sind wieder deutlich angestiegen
  • Kundenservice: meine Bestandskund*innen können hilfreiche Inhalte aufrufen
  • ich gebe einen Einblick in meine Arbeitsweise und Interessierte bekommen ein besseres Gefühl dafür, ob wir zusammenpassen
  • ich positioniere mich als Expertin
  • Schreiben bringt mir Klarheit: Ich vertiefe mein Wissen, indem ich es mit anderen teile
  • Es bringt eine Menge Spaß
  • ich nutze zusätzlich Affiliate-Programme und kann so ganz nebenbei noch ein paar Euros durch meinen Blog dazuverdienen
  • ich muss nicht ständig präsent sein (im Gegensatz zu Social Media) und kann Blogartikel schreiben, wann es mir reinpasst oder ich inspiriert bin

Alles in allem bin ich sehr happy mit meinem Marketing-Fahrplan. Ich folge meiner Energie, habe riesig Freude daran, mein Wissen in längeren Blogartikeln zu teilen und mache mein Akquiseinstrument Nr.1 – meine Website – noch sichtbarer für meine Wunschkundschaft. Perfetto! 

Mein Fazit – Dein Marketing-Mix braucht deine Persönlichkeit

Eine Content-Marketing-Strategie ist alles andere als trocken und dröge. Sie ist ganz persönlich und spiegelt wider, wie du dich mit deinem Traumpublikum verbinden und austauschen möchtest.

Wie das genau aussieht, ist allein deine Entscheidung.

Täglich auf Social Media präsent sein stresst dich? Dann lass es. Bloggen macht dir Spaß, aber du bist nicht sicher, ob’s was bringt? Dann fuchs dich in SEO ein, schreib Gastbeiträge und promote deine Blogposts über deinen Newsletter und Pinterest.

Mit einer passenden Strategie bleibst du am Ball und wirst langfristig sichtbar, ohne dir ein Bein auszureißen oder dich komplett zu verbiegen. Um es mit den Worten meiner allerliebsten Lieblingsyogalehrerin Adriene Mishler zu sagen: Find what feels good. 🧘🏻‍♂️

Teile deine Gedanken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.