Mach deine Marke zu Gold – lesenswert, yay oder nay?

Meine Marke zu Gold machen? Ja, aber klar doch, wo kann ich unterschreiben?

Da ich schon „Glückskinder“ von Hermann Scherer gelesen habe, hat mich auch sein jüngstes Buch interessiert. Und was soll ich sagen, das Lesen hat sich gelohnt. Hier meine 5 Cent zum Buch.

Darum geht’s: Berühmt und reich werden (beachte die Reihenfolge!)

An einem Januarmorgen 2008 spielt ein junger Typ mit Baseballcap in einer Washingtoner Metro-Station Geige. In einer Dreiviertelstunde hetzen 1070 Leute an ihm vorbei zur Arbeit. Der Straßenmusiker nimmt 32 Dollar ein. Besser als nichts, oder? Naja, wenn es sich bei ihm nicht um Joshua Bell, den weltberühmten Star-Geiger handeln würde. Sein Instrument: Eine millionenschwere Stradivari.

Wir lernen hier 2 Dinge. Erstens: Wir Menschen sind grottenschlecht darin, echte Kompetenz zu erkennen. (Meinst du, du wärst stehen geblieben?) Und zweitens – die ernüchternde Schlussfolgerung daraus: Es ist egal, wie viel du draufhast. Wenn du erfolgreich sein willst, musst du lernen, dich zu inszenieren.

Genau darum geht’s in Mach deine Marke zu Gold. Das Buch gibt dir viele tolle Anregungen, was du tun kannst, um langfristig als erfolgreiche Marke wahrgenommen zu werden.

Scherer gibt Impulse, wie du deine gescheite Positionierung finden kannst und greift die Frage auf, bei der sich in der Marketingwelt die Geister scheiden: Breit oder spitz? Du lernst, was eine Affenfaust-Veranstaltung ist, warum du als Vortragsredner*in immer einen Waschzettel dabei haben solltest oder was Zielgruppenbesitzer und Besitzer von Besitzern von Zielgruppenbesitzern sind. Ähm, ok, sonst noch was!? Was ich damit sagen will, Langeweile beim Lesen ist hier völlig ausgeschlossen.

Vielleicht fragst du dich, warum es überhaupt so wichtig ist, eine Marke aufzubauen. Ist dieser ganze Hype um Personal Branding gerechtfertigt? Großes Ja. Denn wenn du es schaffst, aus dir eine gefragte Marke zu machen, dann läufst du außer Konkurrenz. Du bist dann nicht mehr eine*r von vielen. Du wirst als so einzigartig wahrgenommen, dass es weit und breit keine sichtbare Alternative für dich gibt, so Scherer. Dein Wunschpublikum kann dich nicht mehr mit anderen Coaches, Dienstleister*innen oder Speaker*innen vergleichen. Dein Marktwert: Gold!

Entweder du bist eine Marke oder du gehst über den Preis.

Hermann Scherer

Aber selbst wenn das Geld bei deiner Zielgruppe naturgemäß nicht so locker sitzt, kannst du mit einer schlauen Marketing-Strategie ordentlich Umsatz machen oder notfalls auch mal andere „Währungen“ akzeptieren (z. B. Reichweite und Kontakte). Ich finde es sehr sympathisch und bodenständig, wie differenziert Scherer die Frage nach dem Wert der eigenen Arbeit betrachtet. Manch Erfolgsverwöhnte*r würde wahrscheinlich eher sagen: „Für unter 5-stellig steh ich erst gar nicht auf!“

Ist das Buch was für dich?

Scherer ist gefragter Redner und bildet in seinem Gold-Programm (für das er in diesem Buch auch wirbt – zurecht!) selbst Speaker aus. Außerdem ist er leidenschaftlicher Buchautor. Über 60 Bücher hat er schon geschrieben.

Es ist also keine Überraschung, dass diese Themen in Mach deine Marke zu Gold besonders viel Bühne bekommen.

Du erfährst, wie du bei deinem Publikum Gänsehautmomente erzeugst und eine Performance ablieferst, die niemand im Raum so schnell vergisst. Du lernst, dass es kein Hexenwerk ist, ein Buch zu schreiben, wie du einen Verlag findest, die besten Konditionen verhandelst und und und. Als angehende*r Redner*in oder Buchautor*in wirst du also besonders viel mitnehmen können.

Aber selbst wenn du keine Speaker-Karriere anstrebst und nicht auf die Spiegel-Bestseller-Liste willst: Der Tag, an dem du als Expert*in vor die Kamera trittst – und sei es nur ein Instagram Live – oder deine Geschichte erzählen und deine Herzensbotschaft mit der Welt teilen willst, kommt bestimmt.

Eigentlich ist es schnurzegal, ob du Online-Kurse verkaufst, Coach, Freelancer oder Beraterin bist. Du willst dich als Expert*in etablieren und Menschen restlos für dich begeistern? Dann lies dieses Buch.

Besonders gefallen wird es dir außerdem, wenn du Mittelmaß und schlecht geschriebene Texte hasst (genau wie ich). Es ist nämlich sehr unterhaltsam zu lesen und reibt dir unter die Nase, welch ein besonderes „Goldstück“ du bist. Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ich lese gerne, wie großartig ich bin.

Was mir besonders gefallen hat

Mach deine Marke zu Gold ist ein Branding- und Marketing-Buch, das Spaß macht, weil es mit Geschichten und spannenden Insights fesselt, die du nicht an jeder Straßenecke bekommst. Liegt daran, dass Hermann Scherer hier sein geballtes Erfahrungswissen teilt statt trockener Marketing-Theorie. Beim Lesen spüre ich, dass er nicht nur Feuer und Flamme für sein Thema ist, sondern dass es ihm wirklich am Herzen liegt, die Leser*innen weiterzubringen – ohne Blabla, dafür mit einer Hands-on-Mentalität, die ansteckt.

Mein Lieblingskapitel ist das über das Bücherschreiben. Allein dafür hat sich das Lesen gelohnt. Besonders lehrreich fand ich auch das Kapitel „Performance“, in dem es darum geht, eine weltklasse Keynote auf die Bühne zu bringen. Viele Tipps und Strategien aus diesem Kapitel kann man auch easy-peasy im Online-Marketing und beim Schreiben von Texten anwenden.

Mein Fazit: Das Buch reißt mit und macht Lust auf Marketing. Es eignet sich für absolute Einsteiger*innen und Unternehmer*innen, die mit dem Thema Selbstvermarktung bisher noch nicht so richtig warm geworden sind. Aber auch eingeschliffene Profis werden garantiert den ein oder anderen Aha-Moment mitnehmen. Also von meiner Seite, eine Leseempfehlung von Herzen. Schnupper doch mal in die Leseprobe von Mach deine Marke zu Gold rein.


Details zum Buch:

Mach deine Marke zu Gold – Wie du es schaffst, sichtbar und begehrt zu werden von Hermann Scherer – 376 Seiten – erschienen am 18. Mai 2022 – Campus Verlag – ISBN 9783593515465 – Hardcover gebunden – 38,00 Euro – Bei Amazon* kaufen. Hier geht’s zur Leseprobe

*Affiliate-Link. Du zahlst den normalen Preis und ich bekomme eine kleine Provision.

Werbung – ich werde für den Artikel nicht bezahlt, aber der CAMPUS-Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zukommen lassen. Danke dafür! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Teile deine Gedanken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.