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Just another Newsletter?

Ich gehe jetzt unter die Newsletter-Autorinnen. Wollte ich schon lange. Aber erst der NewsBetter-Kurs von Judith „Sympatexter“ Peters gab mir den entscheidenden Anstoß, endlich loszulegen. Im Kurs hatte ich einige Schlüsselmomente, die mir geholfen haben, einen Newsletter als das zu sehen, was er ist: ein Brief, mit dem ich Abonnenten auf dem Laufenden halte.

Er ist keine aufwendige Herz-OP. Keine Doktorarbeit. Nichts, was von Stunde 1 an perfekt sein muss. Geblendet von all den Leuten, die Hochglanz-Newsletter verschicken, fällt es mir immer noch schwer, beim Thema locker zu bleiben. Bestimmt auch, weil ich merke, dass es persönlicher wird.

Warum Social-Media, Website und Blog mir nicht mehr reichen

Meine Social-Media-Kanäle fressen momentan eine Menge meiner Arbeitszeit – trotz Automatisierung und Content-Recycling. Dabei bin wirklich sehr dankbar über die Möglichkeiten, die die sozialen Netzwerke mir schenken: Ich kann mich vernetzen, werde sichtbar und lasse mich gerne vom Wissen und der Erfahrung anderer inspirieren. Alles wunderbar.

Trotzdem geschieht das alles nach den Regeln der großen Player Facebook, Instagram, Pinterest und Twitter. Ihre Algorithmen bestimmen, welchen anderen Mitgliedern meine Inhalte ausgespielt werden. Außerdem gelten Nutzungsregeln, an die ich mich brav zu halten habe. Ich verstehe das gut. Momentan lese ich aber oft von Nutzern, die in einem Netzwerk gesperrt wurden und den Grund dafür gar nicht genau kennen.

Was, wenn mir das eines Tages passiert? Dann wird meine Verbindung zu liebgewonnenen Followern, zu Kollegen und Gleichgesinnten gekappt. Das ist zwar keine Vorstellung, wegen der ich nachts wach liege, beunruhigend finde ich’s trotzdem.

Deswegen arbeite ich jetzt zusätzlich an meinem eigenen Kanal, meinem Newsletter. Dort entscheide ich, was passiert. Da gibt’s auch keine nervigen Bots oder Spam. Nur meine Abonnenten und mich. Wundervoll!

Newsletter-Konzept – Große und kleine Entscheidungen

In den letzten drei Wochen habe ich mich intensiv mit dem Thema Newsletter beschäftigt. Den einen, richtigen, perfekten Newsletter gibt’s natürlich nicht. Aber eben den, der zu mir und meinem Unternehmen passt. Judith war dabei mein Coach, die anderen Kursteilnehmer Cheerleader, die ich dringend gebraucht habe, um meinen virtuellen Rundbrief anzugehen. Ich bin es gewohnt, allein zu arbeiten, und war deswegen umso dankbarer für die anpackende Stimmung und das hilfreiche Feedback im Kurs.

Das sind die Erkenntnisse, die mir am meisten geholfen haben:

1. Newsletter ohne Freebie? Ernsthaft?

Freebies und Newsletter gehören zusammen wie Blitz und Donner, wie Yin und Yang. Das nahm ich jedenfalls lange an. Denn E-Mail-Marketer suggerieren eine Art Tauschhandel. Die E-Mail-Adressen meiner Wunschabonnenten bekomme ich demnach nur, wenn ich Anreize wie Freebies liefere. Dass der Freebie-Interessent dann eben noch meinen Newsletter mitabonniert, ist für ihn der saure Apfel an der Geschichte.

Viel zu lange habe ich mich dadurch blockieren lassen. Dabei kann ich auch ohne Lockrufe wie Gratis-Checklisten, Anleitungen oder Webinare, Abonnenten gewinnen. Deswegen geht’s jetzt los. Ohne Freebie im Gepäck, dafür mit vielen Ideen, wie ich meine Leser mit jeder einzelnen E-Mail motivieren kann, dabei zu bleiben und weiterzulesen. Ist doch auch schon was, oder?

2. Ein Newsletter ist dann gut, wenn er mir gefällt

Im Online-Marketing-Dschungel fällt es mir oft schwer, bei mir selbst zu bleiben. Denn der Tenor vieler Marketing-Spezialisten ist immer ähnlich: Kundenbedürfnisse (am besten auswendig) kennen, Mehrwert schaffen, hilfreichen Content „produzieren“. Dass man sich aber langsam an die Menschen herantasten muss, die gut zu einem passen, DAS erwähnt niemand so deutlich.

Ich komme regelmäßig ins Schwitzen, wenn ich nicht genau weiß, was meine Blog-Leser, Follower und jetzt auch Newsletter-Abonnenten brauchen, wollen oder sich wünschen. Ich habe eine leise Ahnung davon, mehr nicht. Deswegen erleichtert mich Judiths Rat, „Dein Newsletter ist dann gut, wenn du ihn gut findest“, enorm.

Klar, das sage ich jetzt, weil’s bequemer ist. Aber muss es denn schwer sein? Sind unsere Traumkunden nicht immer auch ein bisschen wie wir selbst?

Der Mehrwert für meine Leser ist meine einzigartige Perspektive. Die gibt’s nur bei mir. Durch meinen persönlichen Fokus hole ich Themen auf die Agenda, die vielleicht nicht en vogue sind, aber wichtig. Oder schön. Oder spannend. Wem das gefällt, der wird bleiben und weiterlesen. Genau für diese Leser schreibe ich.

3. Mein Alltag als Themengrube

Es ist eine Never-ending-Story: Was schreibe ich denn nun? Was poste ich? Vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, dein Leben ist 08/15. Uninteressant für Menschen, die dich gar nicht kennen. Im Kurs hat uns Judith gezeigt, wie wir herausfinden, was doch ein paar Zeilen im Newsletter wert sein kann. Im Themen-Screening tauchen solche Fragen auf:

  • Welche Themen beschäftigen dich gerade?
  • Lernst du momentan etwas Neues? Mit welchen Tools oder Methoden setzt du dich zurzeit auseinander?
  • Welche Inhalte wie Filme, Blogposts, Bücher oder Texte haben dich in letzter Zeit berührt oder aufgeregt?

Als ich die Fragen kurz für mich beantwortet habe, war ich überrascht. Denn es gibt viele spannende Themen, die mich beschäftigen. Zum Beispiel, wie ich mit meiner eigenen Energie umgehe, die Biografien starker Menschen, Fengshui, die Kraft ätherischer Öle oder die Bullet-Journaling-Methode.

4. Weniger Design ist mehr, weniger Text auch

Meine Vision vom perfekten Newsletter habe ich übrigens schnell verworfen. Mir schwebte eine Art Magazin-Stil vor, mit vielen Bildern und einem poppigen Layout. Als ich dann selbst in meinem E-Mail-Postfach nach Newsletter-Perlen recherchierte, hatte ich einen Aha-Moment: Meine Vorliebe gilt dem puren Text!

Bei mir darf ein Newsletter gleich mit Anrede und Fließtext loslegen – Schwarz auf Weiß, ganz ohne Banner oder durchdachtes Design. Eigentlich bin ich ein sehr visueller Mensch und liebe gutes Layout. Trotzdem sprechen mich „nackige“ Newsletter mehr an. Der Grund dafür ist mir selbst rätselhaft. Vielleicht, weil ich eine schon geöffnete E-Mail am liebsten vom Fleck weg lese. Das muss schnell gehen. Ich will, dass der Absender ganz schnörkellos zur Sache kommt, ohne mich mit visuellen Reizen aus dem Lesefluss zu bringen.

Wie du dir jetzt vielleicht denken kannst, bin ich ein Fan von kurzen Newslettern. Ja! Newsletter sind für mich kleine Snacks für zwischendurch, keine vollwertige Mahlzeit. Deswegen werde ich für den Anfang auch kleine Häppchen servieren.

Das erwartet dich in meinem Newsletter

In meinem Newsletter „NotiZen – Der Newsletter mit Ommm-Faktor“ teile ich mit dir, was mich berührt, wie ich meinen Alltag achtsam gestalte und welche Bücher, Menschen oder neu entdeckte Methoden mich und so ja vielleicht auch dich inspirieren.

Dazu gibt’s Tipps für dein Marketing und bessere Texte. Du erfährst auch als erste, wenn ein neuer Blogartikel online steht oder ich ein neues Angebot launche. Es kann aber auch passieren, dass ich dir ein orientalisches Rezept mitschicke oder ein DIY-Projekt für deine vier Wände. Sei auf alles gefasst. 🙂

Melde dich gleich für meine NotiZen an.

2 Kommentare

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DesireeAntworten
6. August 2019 um 8:38 pm

Liebe Elise,
mit dem Thema Facebook, Instagram und den anderen großen sozialen Medien beschäftige ich mich auch gerade. Ich stelle mir schon länger die Frage, wie viel Gewicht sollte man den Big Playern im Social Media Bereich geben, damit das eigene Business bestehen bleibt. Diese Frage stelle ich mir aus dem Grund, da ich bereits vor gut Jahren mein Facebookseite und meine Instagramseite deaktivierte und die Kunden auf einmal dachten, ich hätte mein Geschäft aufgegeben. Da habe ich gesehen, da für viele nicht die eigene Website wichtig war, sondern die Sichtbarkeit im www. Bin trotzdem stark geblieben und möchte genau wie du, eigenständig und unabhängiger vom Social Media sein. Dir alles Gute und viel Erfolg mit den Newslettern. Viele Grüße

EliseAntworten
11. August 2019 um 3:13 pm
– Als Antwort auf: Desiree

Liebe Desiree,

in den sozialen Netzwerken wird man so überschwemmt mit Inhalten, dass ich einen Newsletter schon richtig erfrischend finde. Und eben: deine Kunden vergessen dich nicht, nur weil deine Accounts plötzlich verschwunden sind. Mir macht Social Media meistens Spaß, manchmal aber auch nicht. Mit meinem Newsletter gewinne ich mehr Kontrolle und kann mir eine eigene Spielwiese kreieren. Mittlerweile verstehe ich auch, warum manche Entrepreneure eigene Mitgliederbereiche aufbauen. Das ist einfach weitsichtig! Ganz liebe Grüße, Elise

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